Nicht alles, was der Mensch so als Rattennahrung produziert, ist auch als solche geeignet. Dennoch können Sie Ihre Ratten gesund ernähren, wenn Sie einige Dinge beachten und sich an der natürlichen Ernährungsweise Ihrer Tiere orientieren.
In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Ihre Ratten gesund ernähren.
Ratten – Ernährung mit Trockenfutter
Im Gegensatz zur Ernährung von vielen anderen Tieren, ist Trockenfutter zur Rattenernährung gut geeignet. Achten Sie jedoch darauf, dass es sich um gesundes Trockenfutter handelt. Dieses darf keimfähiges Getreide, Kleinsämereien, ungeschwefeltes Trockengemüse und Trockenfrüchte sowie getrocknete Kräuter enthalten. Fetthaltige Bestandteile wie Nüsse, Mais oder Sonnenblumenkerne dürfen enthalten sein, jedoch nur in geringer Menge. Prüfen Sie, ob das Futter frisch riecht und auch so aussieht. Altes Futter sollten Sie meiden. Grundsätzlich wird etwa ein Esslöffel Trockenfutter pro Tag und Ratte gegeben. Empfehlenswert ist hier zum Beispiel Rattima von Tima. Das Trockenfutter sollte nicht länger als vier Monate gelagert werden. Bewahren Sie es nicht in Plastikbehältern oder -tüten auf, da es sonst schnell zu Schimmel oder Milbenbefall kommen kann.
Ratten – Ernährung mit Frischfutter
Frischfutter wie Obst und Gemüse sollte einmal am Tag gereicht werden, gerne auch aufgeteilt auf mehrere Portionen. Geben Sie kleine Portionen, die sofort gefressen werden und reichen Sie immer ein Stück mehr, als sich Ratten im Gehege befinden. So vermeiden Sie Streitereien. Beim Obst sollten Sie auf Steinobst zum größten Teil verzichten. Waschen Sie das Frischfutter gründlich und vermeiden Sie für Ratten unbekömmliche Frischfuttersorten, wie z. B. Kartoffeln, Zwiebeln, Avocado oder Papaya.
Tierische Bestandteile im Rattenfutter
Ratten sind keine reinen Pflanzenfresser, sondern benötigen zwei bis dreimal pro Woche Nahrung tierischen Ursprungs. Dabei kann es sich um verarbeitete Milch, wie etwa Magerquark oder Magermilchjoghurt handelt. Reine Milch sollte nicht gegeben werden, da diese genauso wie zu viele Milchprodukte Durchfall verursacht. Ein gutes Maß ist ein gestrichener Teelöffel pro Tag. Zudem eignen sich hartgekochte Eier, fettarmer, milder Käse (kein Schimmelkäse), Hüttenkäse oder auch Lebendfutter, wie Mehlwürmer, Heimchen oder Grillen. Stellen Sie jedoch sicher, dass das Lebendfutter sofort verzehrt wird.
Leckereien und Ergänzungen zum Speiseplan
Als Nagetiere benötigen Ratten entsprechendes Nagematerial. Hier eigenen sich Zweige von ungespritzten Bäumen und Sträuchern, wie etwa Apfelbaum oder Haselnuss. Hartes Brot ist zum Zahnabrieb nicht geeignet.
Was Leckerlies angeht, sind die meisten Produkte, die für Ratten verkauft werden, schlichtweg ungesund, da sie sehr viel Zucker enthalten. Als gesunde Leckereien können dagegen Nüsse, Kerne, Trockenobst, ungezuckertes Popcorn oder auch kleine Hundekuchen dienen. Wie so oft gilt auch hier, weniger ist mehr.
Wie ernähren Sie Ihre Ratten?
(Bild: door von Genista unter der CC)
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