Nie allein – Katzen vergesellschaften

by anika on 17. August 2010 · 0 comments

Katzengruppe

Immer noch herrscht landauf, landab die Meinung, dass Katzen Einzelgänger wären, die keine Artgenossen bräuchten. Diese Annahme ist schlichtweg falsch. Zwar sind Katzen keine Rudeltiere, jedoch benötigen sie dringend soziale Kontakte zu Artgenossen, mit denen sie kommunizieren können. Eine Haltung als Einzelkatze in der Wohnung ohne Kontakt zu anderen Katzen ist alles andere als tiergerecht und nur in sehr seltenen Fällen angebracht. So gibt es beispielsweise sozial unverträgliche Katzen, die wirklich keine anderen Stubentiger um sich herum dulden. Diese sind jedoch die absolute Ausnahme und oft auch erst vom Menschen zu solchen gemacht worden.

In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Ihre Katzen vergesellschaften können.

Katzen vergesellschaften – der einfache Weg

Am einfachsten lassen sich Katzen vergesellschaften, die noch jung sind. Kitten freuen sich in der Regel einfach über den neuen Spielkameraden und machen im Normalfall keinerlei Probleme. Eine andere Möglichkeit ist es, gleich zwei Katzen zu wählen, die sich gut verstehen. So können Sie im Tierheim häufig Katzenpaare finden, die sich bereits gefunden haben. In beiden Fällen fällt die Vergesellschaftung einfach weg.

Katzen vergesellschaften, die bereits erwachsen sind.

Wenn eine Katze bereits einige Jahre in Ihrem Haushalt lebt und ihr Revier als Alleinherrscher dominiert hat, wird sie einen Neuankömmling in den meisten Fällen nicht gerade freundlich begrüßen. Das ist ganz normal und bedeutet nicht, dass die Katze nicht sozial verträglich wäre. In den meisten Fällen gibt sich diese Abneigung innerhalb der ersten drei bis vier Wochen und die Tiere freunden sich an.

Allerdings kann es auch vorkommen, dass die Chemie zwischen den beiden Tieren nicht stimmt. Sollten Sie sich auch nach Monaten nicht verstehen, kann die Vergesellschaftung als gescheitert angesehen werden. Dann ist es sinnvoller, einen anderen Artgenossen zu wählen. Viele Tierheime bieten hier die Möglichkeit, dass Sie die Katze im Notfall wieder zurückgeben könnten. Klappt es auch beim zweiten oder dritten Versuch nicht, besteht die Möglichkeit, dass Ihre Katze einfach keine Artgenossen um sich haben möchte.

Kann man die Vergesellschaftung erleichtern?

Ja, auf jeden Fall. Zunächst einmal ist es sinnvoll, ein Tier auszuwählen, dass zu Ihrer Katze passt. Bei einer sehr dominanten Katze empfiehlt es sich beispielsweise nicht, noch eine weitere dominante dazuzusetzen. Auch alte Katzen und Kitten sind meist nicht die perfekte Kombination. Das Geschlecht hingegen ist (sofern beide Tiere kastriert sind) unerheblich. Wichtig ist, dass die Chemie zwischen den beiden Stubentigern stimmt.

Neben dieser Vorauswahl können Sie die Vergesellschaftung durch verschiedene Dinge beschleunigen. Als sehr hilfreich haben sich beispielsweise Feliway, Bachblüten oder auch Baldrian erwiesen. Daneben sollten Sie die neue Katze nicht bevorzugen, gehen Sie mit beiden Katzen ganz normal um und zeigen Sie Ihrer “Altkatze”, dass sie auch weiterhin die Nummer eins im Haushalt ist.

Wie haben Sie Ihre Katzen vergesellschaftet?

(Bild: Karl-Heinz Liebisch / pixelio.de)

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