Mongolische Wüstenrennmäuse – Gehegegröße und Besatzdichte

by anika on 4. Mai 2010 · 0 comments

Mongolische Wüstenrennmäuse

Mongolische Wüstenrennmäuse sind die Rennmäuse, die wohl in den meisten Haushalten Einzug erhalten. Kein Wunder, sind es doch sehr aufgeweckte und interessante Tiere, die sich wunderbar beobachten lassen. Trotz oder gerade wegen der Beliebtheit der Tiere gibt es jedoch immer noch Unklarheiten, wie viele Tiere in einem Gehege zusammen gehalten werden können und wie groß dieses sein muss.

In freier Natur leben mongolische Wüstenrennmäuse paarweise in einem Nest zusammen. Weitere Rennmäuse werden in diesem nicht geduldet. Zwar liegen die einzelnen Bauten der Tiere oft nahe beieinander, so dass man den Eindruck gewinnen könnte, dass es sich um Rudeltiere handelt, allerdings wird das Nest, wie gesagt, nur und ausschließlich von einem Paar, also einem Männchen und einem Weibchen bewohnt.

Nun hält sich allerdings immer noch die Meinung, dass Rennmäuse Rudeltiere wären, die in großen Gruppen gehalten werden müssten. Allerdings dürfe das Gehege hier nicht zu groß sein, da es sonst zu Revierkämpfen kommen würde.

Diese Ansicht kann, wenn Sie einmal die natürlichen Gegebenheiten betrachten, gar nicht der Wahrheit entsprechen. Sicherlich kann und wird die Konstellation in vielen Fällen funktionieren, da das Ausharren auf engstem Raum für die mongolischen Wüstenrennmäuse im Endeffekt nur eine Notlösung darstellt. Sobald die Tiere ein größeres Gehege bekommen oder es durch Krankheit oder Stress Probleme im Becken gibt, kann es dennoch zu Beißereien kommen. Eine Gruppenhaltung ist also immer ein bisschen ein Spiel mit dem Feuer und die Haltung auf engstem Raum kann man bei diesen bewegungsfreudigen Rennmäusen auch nicht gerade als tiergerecht ansehen.

Bei der Haltung in Zweiergruppen funktioniert es in den meisten Fällen den Tieren ein ausreichend großes Gehege von mindestens 1 m² Bodenfläche zur Verfügung zu stellen, ohne dass es zu Kämpfen und anderen Problemen kommt. Die mongolischen Rennmäuse wirken meist ausgeglichener und stehen weniger unter Stress, so dass die Gefahr von blutigen Kämpfen um einiges niedriger ist als in der Gruppenhaltung. Daher ist diese in der Regel die bessere Wahl.

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(Foto: © Siegfried-Bellach / PIXELIO)

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