Hundebegegnungen trainieren und erfolgreich meistern

by anika on 22. Juli 2010 · 4 comments

Hundefreunde

Viele Hundehalter haben fast schon Angst vor dem täglichen Spaziergang, da sie ja während diesem auf andere Hunde treffen könnten. Sei es, weil ihr Hund bereits von anderen angegriffen wurde, auf andere aggressiv reagiert oder aber auch einfach nicht so gut erzogen ist, dass er sich aus jeder Situation zu 100 Prozent sicher abrufen lässt. Um dieses Phänomen zu vermeiden, ist es wichtig, dass Sie Ihre Hunde von Anfang an richtig sozialisieren.

In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Hundebegegnungen trainieren und diese souverän meistern.

Sozialisierung im Welpenalter

Gerade im Welpenalter und in der Zeit als Junghund ist es von großer Bedeutung, dass Ihr Hund mit Artgenossen (und auch der Umwelt) gut sozialisiert wird. Nur so lernt er die “hündische” Sprache und kann verstehen, was ein anderer Hund überhaupt von ihm möchte. Auch er kann kommunizieren, ob er Lust dazu hat zu spielen oder doch lieber den anderen auf Abstand halten möchte. Der Umfang mit Konflikten gehört ebenso zu einem funktionierenden Sozialverhalten. Im Idealfall wurde die Hundebegegnung ebenfalls gut sozialisiert und kann mit Ihrem Vierbeiner kommunizieren.

Eigene Meinung zugestehen

Wenn Sie Hundebegegnungen trainieren, sollten Sie Ihrem Hund eine eigene Meinung zugestehen und ihn nicht zum Spiel oder zur Interaktion “zwingen”. Zum Sozialverhalten gehört auch Ablehnung und nicht jeder Artgenosse wird automatisch zum Hundekumpel ernannt. Generell funktioniert die Kommunikation ohne Leine besser und es ist nicht empfehlenswert den Hund jedes Mal panisch anzuleinen, wenn ein Artgenosse des Weges kommt. Zum einen übertragen Sie damit Ihre Unruhe auf Ihren Vierbeiner und zum anderen nehmen Sie ihm die freie Entscheidung über diese Hundebegegnung.

Was tun bei nicht oder schlecht sozialisierten Hunden?

Die oben genannten Vorschläge beziehen sich auf den Umgang mit gut sozialisierten, “normalen” Hunden. Leider gibt es jedoch auch Tiere, die die Hundesprache durch fehlende Sozialisierung nicht oder nicht richtig gelernt haben und so gar nicht wissen, was ihnen Ihr Hund sagen will. Hier gilt es, diese zu erkennen und im Fall des Falles auch einzugreifen und Ihren Hund zu beschützen bzw. die Sache zu regeln. Ob diese Notwendigkeit besteht, ersieht man in der Regel aus Erfahrung und daraus, dass man sich eingehend mit dem Sozialverhalten von Hunden beschäftigt. Hierzu bieten die Bücher von Günther Bloch beispielsweise eine hervorragende Hilfestellung.

Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen, um Hundebegegnungen trainieren zu können. Je nach Charakter und Vorgeschichte Ihres Hundes kann bei Ihnen eine ganz andere Vorgehensweise angebracht sein. Fragen Sie bei Unsicherheiten am besten Ihren Hundetrainer. Dieser ist vor Ort und kann mit Ihnen ein genau auf Sie und Ihren Vierbeiner abgestimmtes Training erarbeiten.

Wie trainieren Sie Hundebegegnungen?

(Bild: steve prinz, pixelio.de)

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seifert, manuela August 17, 2010 um 12:29

Hallo ich habe mir vor kurzen ein Hund gekauft aus dem Tierheim, er reagiert nicht sehr freundlich auf andere hunde . Er beißt andere Hunde egal ob männlich oder weiblich in die Nase, deshalb trainiere ich ihn so wenn ich ein Hund begegne wechsel ich die Richtung oder versuche ihn abzulenken aber das klappt nicht immer so das ich den Richtungswechsel bevorzuge

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Anika August 17, 2010 um 15:20

Hallo Manuela,

für mich hört sich das so an, als ob ihr mit einigen Stunden bei einem Hundetrainer gut beraten wärt. Geht auch oft über das Tierheim. Am besten einfach einmal nachfragen.

vg

Anika

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seifert, manuela August 17, 2010 um 20:10

Hallo Anika !! Diesen Tipp mit Richtungswechsel habe ich vom Hundetrainer

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Anika August 19, 2010 um 09:35

Hallo Manuela,

das Problem beim Richtungswechsel ist, dass es dir in der Situation natürlich einen Vorteil verschafft, weil du der Begegnung aus dem Weg gehst. Auf lange Sicht löst sich das Problem dadurch aber nicht. Ziel wäre ja, dass dein Hund an anderen vorbei gehen kann, ohne dass er sie beißt. Daran solltet ihr arbeiten.

lg

Anika

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