Hunde und Kinder

by anika on 1. Oktober 2010 · 1 comment

Golden Retriever

Immer wieder berichten die Medien über bedauerliche Unfälle, bei denen Hunde Kinder verletzten oder sogar töteten. Dafür wird in der Regel der Hund verantwortlich gemacht. In den meisten Fällen geschieht dies völlig zu Unrecht. Schuld an Verletzungen von Kindern durch Hunde sind zum größten Teil durch falsches Verhalten der Halter bedingt.

In diesem Artikel erfahren Sie, was Sie beachten sollten, wenn Hunde und Kinder gemeinsam im Haushalt aufwachsen.

Positive Assoziationen erzeugen

Viele Hundehalter machen den Fehler, dass sie versuchen, Kinder und Hund strikt zu trennen und sich jeweils nur Zeit für eine Partei zu nehmen. Dabei kommt es zwangsläufig zu Konkurrenzdenken (Eifersucht), da sich der Hund, der sonst der “Nabel der Welt” war plötzlich zurückgedrängt und ausgeschlossen fühlt.

Viel sinnvoller ist es, bei Ihrem Hund positive Verknüpfungen zu erzeugen, so dass er es als positiv wahrnimmt, wenn Sie sich mit Ihrem Kind beschäftigen. Dies erreichen Sie, indem Sie ihn loben, wenn er sich ruhig verhält und ihn ruhig auch einmal belohnen. Größere Kinder können dem Hund auch schon einmal ein Leckerli zuwerfen. Auch dies trägt dazu bei, dass Ihr Hund Ihr Kind als etwas Positives betrachtet.

Hunde und Kinder niemals unbeaufsichtigt lassen

Wenn Sie Ihren Hund mit Ihrem Kind allein lassen, dann wird er sich automatisch dazu verpflichtet fühlen, die Aufsicht über Ihr Kind zu übernehmen. Verhält sich das Kind dann nach hündischer Ansicht falsch, kann es vorkommen, dass das Tier darauf auch auf Hundeart reagiert. Da Kinder jedoch viel verletzlicher sind als Welpen, sorgen hündische Erziehungsmethoden leider häufig für oft schwere Verletzungen bei Kindern. Dieses Verhalten hat nichts mit Aggressionen oder Verhaltensstörungen zu tun, sondern ist ein ganz normales Hundeverhalten. Umgehen können Sie dieses Problem ganz einfach, indem Sie Ihr Tier nicht in die Situation bringen, dass es Erziehungsaufgaben übernehmen muss.

Kinder in der Rangordnung tabuisieren

Ein Hund weiß, dass ein Kind nicht in der Lage ist, ihm Paroli zu bieten. Daher ist der Versuch das Kind in der Rangordnung über den Hund zu stellen häufig nicht von Erfolg gekrönt. Ganz im Gegenteil. Daher ist es besser, kleine Kinder außerhalb der Rangordnung laufen zu lassen, wie es auch bei Welpen im Rudel der Fall ist. Das beinhaltet zum einen, dass die Sprösslinge für den Hund tabuisiert sind und zum anderen auch, dass die Kinder den Hund nicht erziehen oder drangsalieren dürfen. Achten Sie darauf, dass Ihr Tier immer einen Ort hat, an den es sich zurückziehen kann. An diesem hat Ihr Kind nichts zu suchen.

Wenn Sie diese Punkte beachten, steht einer glücklichen Hund-/Kindbeziehung in der Regel nichts mehr im Weg.

Wie handhaben Sie das Verhältnis zwischen Kind und Hund?

(Bild: (c) Bernd-Ulrich Kühn / pixelio.de)

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Frank Januar 14, 2011 um 09:54

Also egal ob Dackel – Pincher oder Rotti
ich finde Kinder sollte man nie alleine mit Hunde lasen, natürlich kommt es auch auf dem alter und der Vernunft drauf an.

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