Gesunde Katzenernährung beugt zahlreichen Krankheiten vor

by anika on 21. Juli 2010 · 0 comments

Katze mit Maus

Wie beim Menschen, so ist gesunde Ernährung auch bei der Katze ein hervorragendes Mittel, um vielen Krankheiten vorzubeugen. Dazu gehören vor allem Erkrankungen der Nieren und des Harntrakts, aber auch so genannte “Zivilisationskrankheiten”, wie Krebs, Diabetes und Erkrankungen an den Zähnen, die bei Katzen mittlerweile gehäuft vorkommen.

In diesem Artikel erfahren Sie, wie das Futter beschaffen sein muss, um eine gesunde Katzenernährung zu gewährleisten.

Katzen sind Fleischfresser

In freier Natur ernährt sich die Katze nicht von Pflanzen, sondern von Beutetieren, die ganz verzehrt werden. Am bekanntesten sind hier wohl Mäuse und Vögel, aber auch einmal ein Kaninchen, Fisch, Insekten, Ratten und andere Tiere gehören zum Speiseplan. Die Tiere werden vor dem Verzehr logischerweise nicht gekocht, sondern roh gefressen und versorgen die Katze mit allen Nährstoffen, die sie benötigt, um gesund zu bleiben.

Sieht man sich jedoch die Zusammensetzung vieler handelsüblicher Katzenfuttersorten an, dann sieht man, dass diese mit der natürlichen Nahrung der Katze kaum noch etwas zu tun haben, sondern viele schädliche Stoffe enthalten, mit denen gesunde Katzenernährung reine Utopie ist. So besteht ein übliches Futtermittel aus dem Supermarkt zum größten Teil aus pflanzlichen Bestandteilen (v. a. Getreideabfälle von Soja, Mais, Weizen, etc.). Allerdings können Katzen pflanzliche Bestandteile kaum bis nicht verwerten, so dass diese als “Sondermüll” durch den Körper wandern und diesen fast ungenutzt wieder verlassen (höhere Menge an Kot). Dabei wird der Stoffwechsel, hier vor allem Leber und Nieren, belastet, so dass es bei minderwertig ernährten Katzen sehr häufig in späteren Jahren zu chronischen Krankheiten, wie etwa CNI, kommt.

Die tierischen Bestandteile machen nur einen kleinen Teil des Inhalts aus und auch dabei handelt es sich nicht um hochwertiges Muskelfleisch, sondern vorwiegend um Krallen, Schnäbel und schlichtweg den Abfall aus der Fleischproduktion für den Menschen. Dazu kommen Zusatzstoffe wie Zucker, Farb-, Aroma- und Konservierungsstoffe sowie bestimmte EG-Zusatzstoffe, die für den menschlichen Verzehr bereits verboten wurden. Auch Vitamin K3 (Menadion) ist für den
menschlichen Verzehr verboten, im Katzenfutter jedoch noch erlaubt, obwohl die schädliche Wirkung beim Stubentiger genauso besteht, wie beim Menschen.

Wie kann ich meine Katze dann noch gesund ernähren?

Ganz einfach, indem Sie darauf achten, eben nicht die handelsüblichen Futtermittel zu kaufen, sondern hochwertiges Futter. Dieses zeichnet sich durch einen hohen Fleischanteil von min. 60 % aus, enthält kein Getreide, keinen Zucker (Karamell) und keine Farb-, Aroma-, Konservierungs- und sonstige Zusatzstoffe. Einen guten ersten Eindruck im Bezug auf die Qualität bietet auch die Fütterungsempfehlung. Diese liegt bei hochwertigem Futter bei etwa 200 Gramm für eine Katze mit einem Gewicht von 4 kg und bei minderwertigem Futter bei etwa 400 g für eine Katze gleichen Gewichts. Allerdings finden Sie dieses meist nur im Internet oder zum Teil auch im Fachhandel.

Noch artgerechter ist die biologisch artgerechte Rohfütterung, bei der die gesunde Katzenernährung mittels Rohfleisch und verschiedenen Nahrungsergänzungsmitteln (Supplementen) bewerkstelligt wird. Diese Form der Ernährung kommt der natürlichen Nahrung der Katze am nächsten, da sie zum einen nicht denaturiert (also noch im Urzustand) ist, die zugefügten Stoffe (Vitamine, Calcium, etc.) genau nach den Bedürfnissen der jeweiligen Katze berechnet werden und der Anteil an hochwertigem Fleisch bei dieser Art der Ernährung am höchsten ist. Zum Barfen bedarf es einiger Einarbeitungszeit, jedoch muss man in keinem Fall gesunde Katzenernährung studiert haben, um seinen Stubentiger mit B.A.R.F. zu ernähren.

Nassfutter vs. Trockenfutter

Viele Katzenhalter sind immer noch der Meinung, dass Trockenfutter für die gesunde Katzenernährung unabdingbar wäre. Das Gegenteil ist der Fall. Trockenfutter ist völlig unnatürlich und besteht herstellungsbedingt zu einem relativ großen Anteil aus pflanzlichen Bestandteilen. Zwar gibt es auch hochwertiges Trockenfutter, jedoch sollte man dabei nicht vergessen, dass der Stubentiger ursprünglich aus der Wüste stammt und seinen Flüssigkeitsbedarf über die Nahrung deckt. Dies ist bei Trockenfutter nicht möglich, da es dem Körper sogar noch Feuchtigkeit entzieht. Trockenfutter reinigt auch nicht die Zähne, sondern sorgt eher noch für einen zusätzlichen Belag. Dies können Sie im Selbsttest ganz einfach ausprobieren. Viel besser für die Zahnreinigung geeignet ist rohes Fleisch, das gründlich gekaut werden muss. Am gesündesten für die Katze ist es, auf Trockenfutter gänzlich zu verzichten oder dieses nur als Leckerli (max. 15-20 Brocken pro Tag) anzubieten.

Viele weitere Informationen zum Thema gesunde Katzenernährung finden Sie in dieser VNR-Serie.

Wie füttern Sie Ihre Katzen?

(Bild: Peter mit Maus von yetdark unter der CC)

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