Farbmäuse – Ernährung sollte wohl durchdacht sein

by anika on 18. September 2010 · 0 comments

Farbmaus

Zwar gehören Mäuse zu den Allesfressern, dennoch dürfen die Tiere nicht mit allem gefüttert werden, was die Industrie so anbietet oder was dem Menschen mundet. Grundsätzlich besteht eine gesunde Mäuseernährung aus einer abwechslungsreichen Kost mit einem großen Anteil an Getreide und Sämereien, ergänzt durch Obst und Gemüse, Kräuter, Zweige und etwas tierisches Eiweiß.

In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Ihre Mäuse gesund und artgerecht ernähren können.

Farbmäuse – Ernährung mit Trockenfutter

Da sich Mäuse in freier Wildbahn vorwiegend von Getreide und Sämereien ernähren, nimmt ausgewogenes Trockenfutter den größten Teil der gesunden Ernährung ein. Achten Sie bei der Auswahl darauf, dass es sich um frisches Futter handelt, das verschiedene Getreidesorten, Gras und Kräutersamen (ca. 40 % Kleinsämereien), aber auch grünen Hafer, Reis- und Erbsenflocken sowie Trockenkräuter enthält. Auch Maiskörner, Johannisbrot, Trockengemüse, Sonnenblumenkerne, Nüsse, Rosinen und Trockenobst dürfen in geringen Mengen enthalten sein. Trockenfutter sollte nicht in Plastikbehältern gelagert werden, da es sonst schnell zu einem Befall mit Mottenlarven und Milben kommen kann.

Farbmäuse – Ernährung mit Frischfutter

Frischfutter darf stets nur in kleinen Mengen gefüttert werden, um sicherzustellen, dass die Mäuse dieses auch gleich verzehren und nicht für schlechte Zeiten bunkern. Grundsätzlich sollte meist Gemüse (z. B. Fenchel, Gurken oder Möhren) gefüttert werden, Obst dagegen nur selten. Vermeiden Sie dabei Steinobst, besser geeignet sind zum Beispiel Äpfel oder Bananen. Daneben ist es empfehlenswert, dass Sie auch auf Kartoffeln, die meisten Kohlarten, Papaya und Avocado sowie alle anderen für Mäuse unverträglichen Obst- und Gemüsesorten verzichten.

Eine Ergänzung zu Obst und Gemüse bieten Kräuter, die Sie in freier Natur sammeln können. Dazu gehören zum Beispiel Gänseblümchen, Haselnussblätter oder auch Gras. Sammeln Sie das Material nicht gerade am Weges- oder Straßenrand, da es dort durch Hinterlassenschaften von Hunden oder Autoabgase verunreinigt sein könnte.

Farbmäuse – Ernährung mit tierischem Eiweiß

Wie schon erwähnt, benötigen Mäuse neben pflanzlicher Nahrung auch einen gewissen Anteil an tierischen Bestandteilen in der Nahrung. Diesem Bedürfnis können Sie durch Mehlwürmer/Zophobas nachkommen, welche Sie jedoch nur aus der Hand füttern sollten, um zu vermeiden, dass sich die Tiere in Ihrem Mäusegehege häuslich niederlassen. Auch Magerquark/Magermilchjoghurt eignet sich zur Versorgung mit tierischem Eiweiß. Hier sollte die Menge einen gestrichenen Teelöffel pro Tag nicht überschreiten.

Hin und wieder können Sie durch hartgekochte Eier, fettarmen milden Käse (ohne Schimmel), Hüttenkäse oder auch Katzenleckerchen (ohne Taurin und Zucker) sowie Hundekuchen (ohne Zucker) den Speiseplan erweitern.

Farbmäuse – Ernährung ergänzen durch Leckerlies und Erlebnisfutter

Neben und mit der üblichen Mäusenahrung können Sie Ihre Farbmäuse auch durchaus ein wenig verwöhnen. So möchten die Mäuse gerne beschäftigt werden. Dies erreichen Sie, wenn Sie zum Beispiel Kolbenhirse in den Käfig hängen, Trockenfutter in diesem verteilen oder verstecken (in Pappröhren etc.) oder auch Obst und Gemüse auf spezielle Metallspieße stecken, die es im Zoofachhandel zu kaufen gibt. Auch eine mit Gras, Weizen etc. bepflanzte Keramikschale wird von den Nagern in der Regel gerne angenommen.

Die Leckerlies, die Sie im Zoofachhandel kaufen können, sind dagegen wegen ihres hohen Zuckergehalts nur selten dazu geeignet, Mäuse gesund zu ernähren. Sinnvoller sind hier Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Erdnüsse oder Rosinen. Hier gilt jedoch, weniger ist mehr, da die Farbmäuse sonst schnell verfetten. Ein guter Richtwert liegt bei der Menge einer halben Nuss pro Tag.

Wie füttern Sie Ihre Farbmäuse?

(Bild: Regina Kaute, pixelio.de).

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