Ersteinrichtung – Aquarium von Anfang an optimal eingerichtet

by anika on 30. Mai 2010 · 0 comments

Antennenwels

Im letzten Artikel beschäftigten wir uns mit den allgemeinen Überlegungen, die angestellt werden sollten, bevor man aktiv in das Abenteuer Aquaristik eintaucht. Soweit so gut. Dieser Bericht soll Ihnen dabei helfen, Ihr Aquarium richtig für die zukünftigen Bewohner einzurichten, so dass Sie sich an Ihrem neuen Unterwasserbiotop von Anfang an erfreuen können.

Mittlerweile gibt es eine riesige Auswahl an unterschiedlichen Produkten für die Aquarieneinrichtung, so dass man schon einmal schnell den Überblick verlieren kann, was man denn nun wirklich braucht. Häufig gibt man dann mehr Geld aus als eigentlich nötig.

Was gehört zur Grundausstattung?

Die Grundausstattung für ein handelsübliches Aquarium in Standardgröße umfasst in jedem Fall:

- das Aquarium
- Beleuchtung
- Filter
- Bodengrund
- Pflanzen
- Heizung
- die wichtigsten Wassertests (Nitrit, ph-Wert, kh-Wert und evtl. noch gh-Wert)
- Rückwand
- evtl. noch einige Dekorationsgegenstände

Häufig werden im Fachhandel Komplettsets angeboten, die bereits das Aquarium samt Beleuchtung, Filter und Heizer beinhalten. Diese können Sie für den Einstieg durchaus hernehmen, jedoch ist es oft empfehlenswert, die Komponenten einzeln zu erwerben, da die meisten Komplettsets zum Beispiel mit unterdimensionierten Innenfiltern ausgestattet sind.

Welche Beleuchtung?

Für die meisten Pflanzen reicht die normale Beleuchtung, die im Deckel der Aquarien integriert ist, völlig aus. Zusätzlich können Sie mit Reflektoren arbeiten, die in den Deckel eingebaut werden und so für eine effizientere Lichtausnutzung sorgen.

Welcher Filter?

Das kommt auf die Größe des Aquariums an. Ab einem Wasservolumen von etwa 100 Litern empfehlen sich Außenfilter, die sich unter anderem durch höhere Standzeiten auszeichnen. Innenfilter können in kleineren Becken eingesetzt werden, neigen jedoch dazu, recht schnell zu verschmutzen. Hier wäre der Hamburger Mattenfilter, der kostengünstig selbst gebaut werden kann, eine Überlegung wert.

Welcher Bodengrund?

Die Wahl des Bodengrunds hängt in erster Linie davon ab, welche Tiere Sie in Ihrem Becken pflegen möchten. Manche Fische, wie z. B. Panzerwelse, brauchen beispielsweise zwingend Sandboden, um ihre Wühlbedürfnisse befriedigen zu können. Zwar werden auch immer wieder Stimmen laut, die auch eine Haltung auf Kies befürworten, jedoch kann es dabei schnell zu einer Verletzung der empfindlichen Barteln kommen. Die Farbe des Bodengrunds ist den Tieren ziemlich gleichgültig, hier können Sie frei nach Ihrem Geschmack entscheiden. Die meisten Fische kommen allerdings bei dunklem Bodengrund am besten zur Geltung. Auf das Pflanzenwachstum hat die Wahl des Bodengrunds selten Auswirkungen. Die meisten Pflanzen gedeihen sowohl in Kies- als auch in Sandboden.

Welche Heizung?

Zum Heizen des Beckens gibt es verschiedene Möglichkeiten. Am beliebtesten sind hier wohl Heizstäbe, aber auch die Bodenheizung erfreut sich anhaltender Beliebtheit. Jedoch wird oft davon abgeraten, diese in Verbindung mit Sandboden einzusetzen. Manche Filter verfügen ebenfalls über eine eingebaute Heizung.

Welche Pflanzen, welche Rückwand, welche Deko?

Hier sind Ihrer Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Achten Sie jedoch darauf, dass die Pflanzen den größten Teil der Einrichtung ausmachen. Die Fische fühlen sich in einem gut bepflanzten Becken wohler und auch lästige Probleme, wie Algen, können durch ausreichende Bepflanzung vermieden werden.

Warum Wassertests?

Wenn Sie Ihr Aquarium eingerichtet haben, muss dieses erst einmal einige Zeit „einlaufen“, um ein biologisches Gleichgewicht herzustellen. In dieser Zeit bilden sich die dafür notwendigen Bakterienstämme. Da in dieser Zeit der Nitritwert überproportional ansteigt (Nitritpeak) ist es sinnvoll die Wasserwerte (insbesondere Nitrit) täglich zu überprüfen. Erst wenn kein Nitrit im Becken mehr nachgewiesen werden kann, dürfen Fische eingesetzt werden. Die Einlaufzeit umfasst etwa vier bis sechs Wochen (beim HMF-Filter etwas länger).

Und was ist mit Osmoseanlagen, Wasseraufbereitern, Ph-Senkern, Startersets etc.?

Je nach Wasserqualität im Heimatort, zu pflegenden Fischen und anderen Faktoren kann eine Zusatzausrüstung sinnvoll sein. Jedoch gilt es dies im Einzelfall genau abzuwägen, da sehr viele Süßwasseraquarien auch ohne zusätzliche Technik und Chemie hervorragend laufen.

Dieser Artikel soll nur einen kleinen Überblick zur Grundausstattung bei der Aquarieneinrichtung bieten. Genauere Informationen zu den einzelnen Komponenten folgen in zukünftigen Berichten zum Thema Aquaristik.

Was haben Sie bei Einrichtung Ihres Aquariums alles erworben?

(Foto: © “Antennenwels”, Martina Böhner / PIXELIO)

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